Worum geht's

Nachdem „Besser programmieren mit dem VC20“ rasch großen Anklang bei seinen Lesern und Benutzern gefunden hat, entstand bald die Nachfrage nach einem entsprechenden Buch über den Commodore 64, der ja offenbar auf dem Markt zu einem zweiten Volkscomputer wird.

Beide Bücher sind in mancher Hinsicht Zwillinge: die Abschnitte über das Microsoft - BASIC sind weitgehend identisch.

Die Speicherplatz-„akrobatik“, die Musik und die Grafik sind dagegen sehr unterschiedlich, die Sprite-Grafik ist etwas völlig Neues, die Musik hinsichtlich ihrer Qualität eigentlich auch.

Um die Feingrafik über sichtlich und schnell betreiben zu können, ist eine BASIC-Erweiterung unbedingt zu empfehlen.

Die Programmbeispiele dazu in diesem Buch benutzen das von Commodore vertriebene SIMON's BASIC, erkennbar an der Einschaltanweisung HIRES für diese Grafik.

Auch ist für bestimmte Teile und Beispiele anderes Zubehör erforderlich: Joystick, Paddles, Lichtgriffel und Drucker (vorzugsweise die Typen VC1525 und VC1515).

Aber auch ohne Zubehör können Sie den größten Teil des Buches sinnvoll nutzen. Während sonst lange Eintipp-Programme vermieden werden (zugunsten von kurzen Beispielen, die Sie als Bausteine für eigene Entwicklungen nehmen können), macht der Abschnitt über die Musik eine Ausnahme.

Sie finden zwei Fassungen (mit und ohne Benutzung der SIMON-Feingrafik) eines SYNTHESIZERs, der zur Demonstration der akustischen Fähigkeiten und ihrer Ansteuerungen dient.

Sie spielen auf den Tasten Melodien, schalten auf anderen Tasten zwischendurch Klangfarben usw. um und bekommen bei jedem Umschalten die Einstellwerte grafisch auf dem Bildschirm angezeigt, in der SIMON-Version sogar mit Abbildung der Hüllkurven.

Wenn Sie den SYNTHESIZER lieber als Cassette oder Diskette fertig kaufen wollen, statt ihn selbst einzutippen, können Sie das auch.

Sie erhalten ihn im Handel oder direkt beim Verlag Hagemann.

Obwohl SIMON oder der Drucker über weite Strecken als verfügbar vorausgesetzt werden, kann keine Rede davon sein, die Möglichkeiten, die sich daraus ergeben, auch nur annähernd vollständig zu beschreiben.

Das Schwergewicht liegt dagegen (nicht zuletzt aufgrund von Vorlieben, Beruf und Bequemlichkeit des Autors) bei kurzen grafikbetonten Programmen.

Von daher erklärt sich auch, daß die sehr wertvollen strukturbetonten Elemente aus SIMON's BASIC, die sich bei längeren Programmen auszahlen, hier keine große Rolle spielen.

Sie finden in diesem Buch:

 Anmerkungen und Tricks zu BASIC-Anweisungen und gewissen POKE-Adressen
 besseres Verständnis der Grafik (und damit einige zusätzliche Tricks)
 Programmbausteine und kurze Beispielprogramme
 Anregungen zu eigenen Programmen

Sie finden nicht oder kaum:

 Maschinenprogrammierung
 fertige längere Programme
 Anleitungen zu Hardware-Arbeiten
 vollständige Verzeichnisse über Speicherplätze.

Solche Abhandlungen gibt es bereits in anderen Büchern, ebenso wie es viele geräteneutrale Bücher über BASIC gibt.

Hier ist stattdessen einiges zusammengestellt, was dem fehlt, der eigene Programme schreiben will und dazu noch einige Tricks gebrauchen kann.

Für Anregungen, Verbesserungsvorschläge und Kritik sind Autor und Verlag jederzeit dankbar.