Dieses Buch ist vorwiegend für Kinder und Jugendliche geschrieben, aber auch für Erwachsene, die eine leichte Einführung in COMAL wünschen. COMAL - kinderleicht ist ein Beispiel für die Freude und das Engagement, das Kinder beim Spiel und bei der Arbeit mit dem Computer entwickeln. Christian und Peter begannen mit der Anwendung der Computersprache LOGO im Jahre 1983. Bei den meisten ihrer LOGO-Projekte handelte es sich um Aktivitäten, die die meisten Kinder lieben, nämlich das Zeichnen. Sie zeichneten Figuren, Tiere und Gesichter, sie zeichneten mit Strichen und füllten Flächen mit Farben. So kann man Zeichnungen mit Hilfe eines Computers erstellen, ohne selbst Meister im Freihandzeichnen zu sein. Mit Hilfe des Computers können auch größere Zeichenprojekte bewältigt werden, wenn man nur die Regeln der Sprache beherrscht. Und dieses ist ein Gebiet, auf dem Kinder unübertroffen sind. Wenn sie motiviert sind, erlernen Kinder die Sprache auf natürliche Weise wesentlich schneller, als die meisten Erwachsenen es könnten. Commodore-COMAL haben meine Kinder gelernt, weil die Sprache ihnen half, schneller zu gelungenen Zeichnungen zu kommen. Kinder bekommen oft sehr schnell einen unmittelbaren und natürlichen Kontakt zu Computern, nahezu so, als wären es lebende Wesen. Zudem ist der Computer ein Gerät aus der Welt der Erwachsenen, das Kinder ebenfalls benutzen können. Der Computer kann auf diese Weise zu einem kommunikationsfördernden Medium sowohl zwischen Kindern als auch zwischen Kindern und Erwachsenen werden. In meinem Buch, „Barn, unge og datamater“, (Teknisk Forlag, 1985) - ’Kinder, Jugendliche und Computer’ - kann man viele weitere Beispiele zu Programmen und Sprache finden, an denen Kinder und Jugendliche Freude haben werden. Dieses Buch von Christian und Peter soll anderen Kindern als Anregung dienen, ihnen aber auch helfen, die Sprache zu erlernen. Die Kinder haben eine Reihe von Programmen aufgestellt in der Hoffnung, damit anderen Kindern einen Einstieg in die Sprache zu ermöglichen. Sie werden dazu aufgefordert, Teile zu ändern und so mit den Programmen zu experimentieren. Wenn Kinder das Buch durchgehend bearbeiten, erlangen sie ein umfangreiches Wissen über die Sprache, den Umgang mit Zahlen, über Geometrie, und sie erhalten auf diese Weise grundlegende Programmierkenntnisse. Dieses wird eben dadurch möglich, daß die Kinder nicht nur „spielen“, sondern ihren Computer auch tatsächlich programmieren. So wendet sich dieses Buch an Kinder wie Christian und Peter, die, wie ich glaube, ebenfalls Freude am Programmieren finden können. Vielleicht ist das Wichtigste, daß wir durch eigenes Programmieren die Fähigkeit erlangen, präzise zu planen und so zu Problemlösungen zu kommen. Nicht zuletzt gewinnt man dadurch Selbstachtung und Selbstvertrauen, wie wir es alle, sowohl die Kleinen als auch die Großen, gebrauchen können.