Liehe Leser,
gestatten Sie mir zuerst eine Vorbemerkung. Das Vorwort mag vielleicht streckenweise wie ein Werbetext wirken, aber die aufgestellten Behauptungen entsprechen durchaus den Tatsachen, wie Sie noch sehen werden. Und da Sie dieses Buch offensichtlich bereits erworben haben, dürfen Sie auch - ohne Hintergedanken meinerseits - erfahren, worüber Sie nun verfügen.
Dass dieses Buch weit aus dem üblichen Rahmen fällt, zeigt allein schon das äußere Format (die geplagten Buchhändler, die dieses Buch in ihre Regale einordnen wollen, mögen es dem Verlag und mir verzeihen). Dies ist kein Werbegag, sondern eine recht kostspielige Angelegenheit, um Ihnen äußerst viele Informationen in möglichst ansprechender Form auf selbem Raum anzubieten. Wenn Sie einen Blick in Kapitel 1, das ROM-Listing (»Weltrekord« von bis zu 120 Zeichen pro Zeile!) werfen, fällt es Ihnen sicher leicht zu verstehen, warum dieses Buch nicht die Standardgröße hat:
Es muss breiter sein, weil es mehr in die Tiefe geht!
Das vorliegende ROM-Listing wurde über einen Zeitraum von etwa 20 Monaten (!), nämlich von November 1985 bis Juli 1987, erstellt, dabei sogar einmal von Grund auf neu verfasst und immer wieder verbessert; es hat also eine bewegte Geschichte hinter sich, in der es nach und nach zu dem gereift ist, was man es jetzt ohne Übertreibung nennen kann:
Das gründlichste und praxisbezogenste ROM-Listing, das je zum C64 oder einem anderen Computer erstellt wurde!
Dem großen Einsatz des Markt&Technik Verlags ist es nun zu verdanken, dass mit revolutionären grafischen Methoden rundum durch zahlreiche Symbole (Raster, Verzweigungspfeile, geschweifte Klammern über mehrere Zeilen hinweg, 120 Zeichen pro Zeile) eine »optimale Optik« erzielt wurde, wie sie bei anderen ROM-Listings nicht im entferntesten vorliegt. Wie Sie am restlichen Text merken werden, liegt es mir ganz und gar nicht, große Sprüche zu klopfen, aber um Ihnen die Vorzüge dieses wahrhaft sensationellen ROM-Listings zu schildern, wäre Understatement fehl am Platz. Ich würde gerne auch sachliche Vergleiche mit anderen C64-ROM-Listings anstellen, doch ist dies leider aufgrund der Wettbewerbsgesetze nicht erlaubt. Nur ein Satz zu diesem Thema: Wenn jemand bereits ein ROM-Listing besitzt, sollte er lieber auf dieses Buch um wechseln; es wird sich in einer besseren Beherrschung des C64 und größerem Komfort bei der Programmentwicklung bezahlt machen. Zeigen Sie doch dieses Buch einmal einem Bekannten, der bereits ein anderes ROM-Listing besitzt; er wird vor Neid erblassen . . . Das ROM-Listing ist übrigens deshalb schon in Kapitel 1, damit das Finden einer bestimmten Adresse so schnell wie möglich vor sich geht. Würde sich dieses Werk jedoch auf das ROM-Listing beschränken, wäre der Titel »C64: ROM-Listing« angebrachter gewesen. »C64 für Insider« heißt aber auch, dass Sie ein um fassendes Informationswerk zur Verfügung haben. Darunter fallen beispielsweise folgende Glanzpunkte:
Sie sehen also am bisherigen Überblick, daß der beträchtliche Umfang dieses Buches keineswegs durch Seitenfüllerei zustandegekommen ist. Im Gegenteil, es platzt auch inhaltlich aus allen Nähten. Sie verfügen somit über ein um fassendes Werk zum C64, das bestimmt jedem C64-Insider sowohl kurz- als auch mittel- und langfristig etwas zu bieten vermag - auch wenn er schon jedes andere C64-Buch gelesen haben sollte. Obwohl ich sehr stolz darauf bin, dieses Buch alleine verfasst zu haben (normalerweise werden solche Bücher von Autorenteams, in denen jedes Mitglied sein eigenes Spezialgebiet behandelt, verfasst), wäre dies wohl nicht ohne die große Unterstützung von allen Seiten möglich gewesen, für die ich mich an dieser Stelle herzlichst bedanken möchte:
Klaus Schrödl und Roland Fieger von der Redaktion 64’er haben mir wichtige Programme zur Verfügung gestellt, zum Beispiel für die Cross-Reference.
Thomas Fenzl hat die mühevolle Arbeit auf sich genommen, über den Text dieses Buches Korrektur zu lesen.
Ganz herzlichen Dank möchte ich an alle mit diesem Projekt befassten Mitarbeiter des Markt&Technik Buchverlages richten. Besonders dankbar bin ich dabei Georg Weiherer, der dieses Projekt in der Anfangsphase betreut hat, und Frank Hergenröder, der es in der weiteren Bearbeitung übernahm und durch die problematische Weiterverarbeitung des ROM-Listings leider sehr stark in Anspruch genommen werden musste. Beide haben sich weit über das übliche Maß dafür eingesetzt, dass dieses »extreme« Buch trotz vieler technischer Probleme möglich wurde.
Nun bleibt mir noch Ihnen, lieber Leser, viel Spaß und Erfolg mit diesem Buch zu wünschen.